Reaktorkatastrophe in Japan

Nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, als die Folgen unmittelbar Deutschland betrafen, sprachen sich 90% der Bevölkerung gegen die friedliche Nutzung der Kernkraft aus. Diese Prozentzahl hat ein Vierteljahrhundert später wieder abgenommen. Warum nicht die Kernkraft nutzen, um die Energieprobleme in den Griff zu bekommen?

Aber: dieses furchtbare Unglück in Japan zeigt, dass dies Technik nicht beherrschbar ist. Der GAU und auch der Super GAU ist kein statistisches Menetekel, das alle 1000 Jahre einmal vorkommt, sondern es ist ein beständiger Begleiter der aktuellen Zeitgeschichte. Es ist dies sicher nicht der Zeitpunkt Parteipolitik zu betreiben oder Anspruch zu erheben, Recht gehabt zu haben. Das Ganze zeigt aber auch, welch ein Risiko Kraftwerksbefürworter eingehen, wenn sie solche Nuklearanlagen in hochaktiven Erdbebebgebieten betreiben. Die Bilder, die uns erschüttern, sind eine mahnende Konterkarierung zu der Debatte um die Laufzeitverlängerung unserer Kraftwerke.

Dr. Volker Brand
Fraktionsvorsitzender

Fraktionsvorsitzender, Ausschussvorsitzender im Umweltausschuss

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