Qualität des Werrewasser wird seit Jahren geprüft

Da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. Liebe FDP: die Proben werden seit Jahren regelmäßig genommen, weil es spezielle Probleme in der Werre zwischen Löhner Wehr und Sielwehr gibt, die Ergebnisse liegen vor und sind eindeutig.

Bereits die CDU/FDP Landesregierung hat mit dem Steckbrief PE_WES_ 1301 Zentralwerre eine Bewertung des Flusssystems vorgenommen und Handlungsweisen aufgezeigt. Deshalb ist es der Grünen Fraktion völlig unverständlich, weshalb etwas gefordert wird, was längst und immer wieder aktualisiert auf dem Tisch liegt.

Es ist natürlich anstrengend, sich durch diese umfangreichen Papiere zu arbeiten. Aber das ist kein Freibrief die Planungsanweisungen permanent mit der Hoffnung auf „besser“ passende Ergebnisse neuer Proben in Frage zu stellen. Und jeder weiß, wenn wir diesen Anweisungen nicht folgen, dann gibt es keine Landesförderung. Dabei ist der Rahmen für die Förderung sogar recht großzügig. Nur die Ziele müssen auch erreicht werden.

Wir haben am Sielwehr mehrere Probleme ökologischer und chemischer Art. Nach dem Zufluss des Rehmerloh-Mennighüffener-Mühlenbachs ist die sonst gute Wasserqualität wesentlich schlechter und schon deshalb wird laufend beobachtet. Außer zu hohem Nitratgehalt fallen zwei Schadstoffe besonders auf: Diuron und Tributylzinn. Durch die fehlende Fließgeschwindigkeit und Sauerstoffmangel kommt es zu Ablagerungen von faulendem Schlick und weiterem Sauerstoffentzug. Das kann man mit bloßem Auge erkennen, wenn man es denn sehen will.

Nachgewiesen ist es längst und in dem Sönnichsen Gutachten von 2006 gibt es klare Aussagen dazu. im gleichen Gutachten steht auch, dass die derzeitige Stromgewinnung durch die Schlammablagerungen im Kokturkanal auf 1/3 zurückgegangen ist. Damit sollte auch der FDP klar sein, dass Schlammablagerungen ein Problem sind.

Bei der Verwirklichung der Ziele Durchgängigkeit und besserer ökologischer Zustand, die für alle Kommunen auf Grund der EU Wasserrahmenrichtlinie gesetzliche Verpflichtung sind, stellen die Grünen die Wasserkraftnutzung überhaupt nicht in Frage, es muss nur überlegt werden, wie wirtschaftlich eine solche Anlage gefahren werden kann.

Da sieht Dr. Brand als Vorsitzender des Umweltausschusses die Chance die gewonnenen Mittel für regenerative Stromerzeugung vernünftig einzusetzen. „Wenn wir sinnvolle Einrichtungen aus dem wirtschaftlichen Zwang nehmen, haben wir die Chance, den Zustand der Werre wesentlich zu verbessern und den Zielen den Klimakonzeptes zu folgen.“ Und nur dann erhalten wir die zweckgebunden Fördermittel, die in Aussicht gestellt sind.

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1 Kommentar

  1. be rabbit

    liebe grüne,

    ich glaube das interessiert schwarz-gelb überhaupt nicht, was hier im umkreis geschieht.

    solche auswertungen gehören an die bürger von bad oeynhausen, damit sie aufwachen und verstehen welche politik die schwarzgelben betreiben.

    schönen gruß!

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