Die SPD und ihr Bürgermeister(kandidat) – Was wirklich hinter dem Verzicht von Roy steckt

„Es mutet in der Tat schon seltsam an;“ so der Grüne Fraktionschef Dr. Volker Brand. „Wenn eine Partei ihre Kandidatenkür so richtig vergeigt, dann steht sie immerhin permanent im Mittelpunkt der medialen Aufmerksamkeit. Kaum eine Woche vergeht seit dem Frühjahr ohne eine Schlagzeile zu der rundum misslungenen Kandidatenauswahl der Sozialdemokraten. Schon von daher hält sich das Mitleid der politischen Konkurrenz in Grenzen.“

„Nicht unter den Tisch fallen, „ so legt Brand nach, „ sollte aber der Tatbestand, dass der Kandidaturverzicht von Roy nur das vorerst letzte Kapitel eines wahrhaft doppelbödigen Umgangs der SPD mit ihrem Bürgermeister und ihrem potenziellen Kandidaten ist. Auf der einen Seite sonnt sich die SPD in dem historischen Glanz, dass ihr Kandidat Klaus Mueller – Zahlmann 2004 und 2009 die Bürgermeisterwahl in Bad Oeynhausen gewonnen hat. So konnte laut Zeitungsberichten 2009 der Amtsinhaber Mueller – Zahlmann auf der SPD – Wahlparty minutenlang Ovationen für seine Wiederwahl entgegen nehmen.

Andererseits ist es ein offenes Geheimnis, dass das Tischtuch zwischen Bürgermeister und SPD längst zerschnitten ist – und dies seit fast zehn Jahren. Vor diesem Hintergrund verwundert nicht, dass dieses überstrapazierte Verhältnis nun dafür herhalten soll, den Verzicht des Kandidaten Roy zu begründen.“

Volker Brand dazu: „Dies ist nicht aufrichtig. Roy wurde als Kandidat wieder abgeräumt, weil große Teile in der SPD mit dem Kandidaten und seiner skurrilen Vorgeschichte in Essen nicht einverstanden waren. Es hagelte Protest an der Basis gegen die Entscheidung der Auswahlkommission. So viel Ehrlichkeit hätte dem Kandidaturverzicht gut getan.“

Fraktionsvorsitzender, Ausschussvorsitzender im Umweltausschuss

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