Keine Lösung für Bad Oeynhausen

Leserbrief zum Artikel:
Bahn – Große Lösung schont die Kurstadt

Ach wenn`s doch so einfach wäre, einfach den Lärm, den Staub, die weiteren Probleme auf einem kleinen Bypass zu den Anderen verschieben. Damit hätten wir nur im Augenblick etwas Entlastung, aber keine Lösung für die Zukunft. Wir wollen in Bad Oeynhausen mit unseren Firmen an der Hauptstrecke für unsere Betriebe angeschlossen bleiben.

Wir verlangen dringend Lärmschutz an der total offenen Strecke Köln-Berlin. Wir brauchen eine Trennung der Gleise zwischen Personen und Güterverkehr. Dies ist nur möglich, wenn Güterzüge nicht hinter Personenzügen herfahren, denn die halten bekanntlich öfter und bremsen die immer länger werden Güterzüge.

Es geht auch nicht um den Bahnverkehr zwischen Ruhrgebiet und Hannover, sondern um den Anschluss der sogenannten Zara-Häfen (Zeebrügge, Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam) mit Osteuropa.

Ebenso ist die Anknüpfung der deutschen Containerhäfen zu erbringen. Dies sind die von der EU verlangten Lösungen, weil von einem gigantisch steigenden Containerverkehr ausgegangen wird, den die Straße nicht bewältigen wird. Die Grundlagen dazu sind in einem uns vorliegenden Gutachten zu ersehen. Die Aufgaben sehen wir wohl auf bunten Karten, aber die Lösungen darin sind geschönt. Einfaches Beispiel als Beweis: der dann über die Südbahntrasse abgewickelte Verkehr wird als Entlastung der A2 mit weniger LKWs zugerechnet, und nur dort positiv berechnet. Der viel umfangreichere Verkehr auf einer vierspurig ausgebauten Strecke zwischen Minden und Hannover, selbstverständlich mit umfangreichen Lärmschutz, wird einfach vergessen.

Unsere Verwaltung nannte dieses Gutachten „zielorientiert!“. Ich nenne das Manipulation.

Deshalb ist die Aufmachung in der NW vielleicht reißerisch, auf unseren Problemfall aber nur sehr bedingt anzuwenden. Und die Kosten für die Anliegerkommunen sind dabei überhaupt nicht berechnet. Denn die zahlen weder Bahn noch Bund auf vorhandenen Strecken. Damit müssen wir uns dann rumschlagen und versuchen über Zuschüsse, die notwendigen Baumaßnahmen überhaupt zu bewältigen. Nur gemeinsam haben wir eine Chance zur Verbesserung unserer Situation.

Nur gemeinsam können wir ausreichend Druck aufbauen. Anderen die Last zu überlassen, erzeugt Zwietracht und die Planer im Verkehrsministerium lachen sich ins Fäustchen. Unser Anliegen können wir nur gemeinsam in Berlin vertreten. Dort sitzen im Verkehrsministerium Herr Enak Ferlemann und vor allem Dingen Frau Dorothea Behr (CSU), als Nachfolgerin von Herrn Steuer (CSU). Was meinen wir bloß, wie die an OWL interessiert sind. Wir sind hier doch nicht in Bayern!

Also keine Schnellschüsse, sondern sorgfältig die Probleme erarbeiten, statt spalten. Die Aufgabe ist für die Kommunalpolitik im Grunde viel zu komplex. Wohl auch etwas schwierig für unsere Verwaltungsspitze.

Kann das Löhne besser?

Rainer Müller-Held

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