{"id":386,"date":"2012-02-23T22:35:10","date_gmt":"2012-02-23T21:35:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gruene-badoeynhausen.de\/wp\/?p=386"},"modified":"2012-06-15T17:47:05","modified_gmt":"2012-06-15T15:47:05","slug":"wasserkraft-an-der-werre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruene-badoeynhausen.de\/wp\/2012\/02\/wasserkraft-an-der-werre\/","title":{"rendered":"Wasserkraft an der Werre"},"content":{"rendered":"<h3>Das Problem mit den Fischen ist, sie k\u00f6nnen keine Treppen steigen.<\/h3>\n<p> Das liegt den Tieren einfach nicht &#8211; mag daran liegen, dass sie keine Beine haben. Auch einen Trichter, der zu einem schmalen Aufgang f\u00fchrt, erkennen sie nicht als Wegweiser. Selbst dann nicht, wenn man Pfeile dran malt. Es sind halt Tiere, die ganz schlicht und ergreifend intuitiv einem Flu\u00dflauf folgen. Eine sogenannte Fischtreppe ist aber alles andere als intuitiv &#8211; und schon gar nicht wie der nat\u00fcrliche Lebensraum der Tiere.<\/p>\n<p>Alles was diesen im Weg steht, h\u00e4lt sie einfach auf. Fische fliegen nicht und gehen auch nicht an Land. Sie k\u00f6nnen auch nur sehr begrenzt kleine &#8222;Wasserf\u00e4lle&#8220; bew\u00e4ltigen. <\/p>\n<p style=\"text-align:center;font-size: smaller;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andreas-edler.de\/grafik\/blog_2012\/20120216_werre_wehr.jpg\" width=\"470\" border=\"0\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p><!--more--> Wenn sich nun eine Staustufe in einem Flu\u00df befindet, dann bedeutet das f\u00fcr die Fische: Feierabend! Hier geht es nicht weiter. Es findet sich nirgendwo eine sog. Fischtreppe, \u00fcber die wirklich eine nennenswerte Anzahl von Fischen den Flu\u00df hinauf oder herunter schwimmt. Wenn nun in einer Staustufe oder einem Wehr Wasserdurchlass ist &#8211; z.B. durch riesige Schaufelr\u00e4der, welche Turbinen antreiben &#8211; dann werden die Fische der Str\u00f6mung folgen und unweigerlich in den Sog der Schaufeln geraten. Das hat dann auf die Fische den gleichen Effekt, als w\u00fcrde ein Mensch unter den drehenden Rotorbl\u00e4ttern eines Hubschraubers Trampolin springen. Macht auch irgendwie keiner.<\/p>\n<p>Um nun an so einer Staustufe Strom zu erzeugen &#8211; was grunds\u00e4tzlich eine super Idee ist! &#8211; muss das Wasser eine bestimmte Fallh\u00f6he und eine bestimmte Menge besitzen. Weil genau diese beiden Dinge im Zusammenspiel zur Energieerzeugung genutzt werden. Je mehr Wasser aus gr\u00f6\u00dferer H\u00f6he irgendwo runter flie\u00dft, desto gr\u00f6\u00dfer d\u00fcrfen die Turbinen sein, die davon angetrieben werden. So ein Konstrukt lohnt sich, wenn der erzeugte Strom mehr Wert ist, als der Bau und der Betrieb der Anlage in einem bestimmten Zeitraum. <\/p>\n<p>Nun gibt es bei uns in der N\u00e4he genau so eine Staustufe. Leider mit einer eher geringen Fallh\u00f6he und auch nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig viel Wasserdurchfluss. Das Bild oben enstand bei einer kurzfristigen Hochwassersitutation. Bei einer bestimmten  Kombination aus Durchflu\u00df und Fallh\u00f6he ergibt sich nun ein Break-Even, ab dem sich ein Wasserkraftwerk lohnt. F\u00fcr den obigen Fall gibt es etliche Gutachten, die alle irgendwie eine gerade-so-Kostendeckung unter Optimalbedingungen ausweisen.<\/p>\n<p>Im normalen Betrieb und mit eher realistischen Wassermengen ist also davon auszugehen, dass ein Wasserkraftwerk am Werrewehr best\u00e4ndig und jedes Jahr Verluste einf\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Ehrlich gesagt habe ich dann lieber wieder mehr Fische im Oberlauf der Werre &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Problem mit den Fischen ist, sie k\u00f6nnen keine Treppen steigen. Das liegt den Tieren einfach nicht &#8211; mag daran liegen, dass sie keine Beine haben. 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