Umwidmung einer Spur für den Radschnellweg Minden – Herford – Bielefeld jetzt einplanen

Grüne fordern Rückbau Mindener Straße nach Fertigstellung der Nordumgehung

Aktuell starten in den Kreisen Minden- Lübbecke und Herford und in der Stadt Bielefeld die Untersuchungen zur Machbarkeit eines Radschnellweges “Weser-Werre”. Schnell und sicher in die nächste Stadt radeln: zum Beispiel als Berufspendler von Minden nach Bad Oeynhausen oder von Löhne nach Bielefeld. Dafür brauchen wir „Radschnellwege“. Ende 2012 hat das NRW-Verkehrsministerium Kriterien für solche Wege vorgestellt und seit Januar 2013 läuft ein Planungswettbewerb. Auch im Regierungsbezirk Detmold wird noch bis zum 22. Juli nach dem Sieger-Konzept gesucht. Dessen Umsetzung wird vom Land finanziell zu 80% gefördert.

Sollte der Gewinn des Wettbewerbes gelingen, könnten ab 2015 zwischen Weser und Werre und weiter über Löhne bis Bielefeld Berufspendler und Einkaufsradler mit dem Rad flitzen und dabei eine leistungsfähige Infrastruktur nutzen: der Schnellweg wäre steigungsarm, innerorts beleuchtet und hindernisfrei. Rad- und Fußverkehr sollen getrennt werden. Weitere Kriterien sind die regelmäßige Wegreinigung und ein Winterdienst. An Knotenpunkten sollen Radler ein Vorfahrtsrecht gegenüber Autos haben. Auch für Bad Oeynhausen wird aktuell geklärt, wo ein solcher Weg geführt werden kann.

Der Ortsverband Bündnis 90/ Die Grünen begrüßt ausdrücklich die kreisübergreifend vorangetriebenen Planungen und fordert, nach Fertigstellung der Nordumgehung die Trasse des Radschnellweges entsprechend der bereits vorgestellten Planungen auf der Mindener Straße zu führen. Dazu wird wie vorgeschlagen der motorisierte Verkehr je Fahrtrichtung einspurig geführt und der freigewordene Platz für die Radfahrer genutzt. Selbst ohne einen kommunenübergreifend weitergeführten Schnellweg macht das Sinn!

Ratsmitglied und stellvertretender Vorsitzender des Ortsverbands der Grünen Andreas Edler verknüpft die aktuellen Überlegungen zum Radschnellweg mit der Diskussion um die Zukunft der Mindener Straße: „Den Radverkehr wollen wir direkt in die Stadt leiten. Kraftfahrzeuge im Durchgangsverkehr hingegen sollen weg von der Mindener Straße und auf die dann fertiggestellte Umgehungsstraße! Dazu müssen wir die Mindener Straße umgestalten und für den Durchgangsverkehr unattraktiv machen.

Berufspendler und Einkäufer finden danach optimale Bedingungen vor, um zum Werrepark oder in das Zentrum Bad Oeynhausens zu gelangen. So kann auch der touristisch erfolgreiche und stark befahrene Weserradweg direkt an die Innenstadt Bad Oeynhausens angebunden werden. Das regt einen größeren Teil der zahlreichen Radwanderer an, einen Abstecher ins Kurzentrum nach Bad Oeynhausen zu machen. Alles Pluspunkte, die die Einbindung der Mindener Straße als Radschnellweg klar favorisieren.”.

„Den täglichen Weg zur Arbeit oder in die Kreisstadt mit dem Rad zu fahren, fördert die Gesundheit und macht auf dem Schnellweg zusätzlich Spaß. Und es ist schlicht die beste, weil umweltverträglichste Mobilität“, erklärt Ratsmitglied und Ortsverbandsvorsitzender Rainer Müller-Held.

stellv. Fraktionsvorsitzender, Vorstandssprecher im Ortsverband, seit 2008 bei den Grünen in Bad Oeynhausen und seit 2009 Mitglied im Rat der Stadt.

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2 Kommentare

  1. Lutz Schröter

    bei den Politischen Planungen für einen Radschnellweg durch Bad Oeynhausen (auch ohne Verbindung – was schade wäre – zu den Nachbarkommunen) würde wir gerne behilflich sein. Wir möchten uns nicht auf ein schon gesatteltes Pferd setzten aber wenn die Oeynhauser Grünen Hilfe und oder Unterstützung gebrauchen könnten würde ich gerne an dem Projekt mitarbeiten.

    so und jetzt wünsche ich uns allen ein paar schöne freie Tage damit wir so richtig in die Pedale treten können.
    Eine Anmerkung habe ich aber noch.
    An Muttertag habe ich meine Mutter mit dem Fahrrad in Bielefeld besucht….es ist gelinde gesagt, bis Ortsausgang Herford, eine Katastrophe diese Strecke mit dem Fahrrad zu fahren.

    Gruss
    Lutz Schröter

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