Merkwürdige Informationspolitik

Morgen soll in nichtöffentlicher Sitzung (warum das geheim ist, verstehe ich nicht) dem Rat die sogenannte “Mehrvariantenanalyse” vorgestellt werden. Damit sind Untersuchungen zum Sielwehr in Werste gemeint, die sich auf eine Absenkung, Teilabsenkung oder belassen des Status Quo in Verbindung mit Stromerzeugung oder nicht, beschäftigen. Alle mir bisher zu Gesichte gekommenen Gutachten gehen davon aus, dass nur unter Optimalbedingungen (Werre ist bis Oberkante Ufer voll mit Wasser) überhaupt daran zu denken ist, in 20 Jahren vielleicht einmal die Kosten gedeckt zu haben. Das letzt mir bekannte Gutachten geht von realistischeren Wasserverhältnissen aus und danach lohnt sich Stromerzeugung dort hinten und vorne nicht. Im Gegenteil, Bad Oeynhausen müsste nicht zu knapp drauf legen. Nun gibt es zu dem Thema unterschiedliche politische Meinungen und diese sollen nun durch eine Mehrvariantenanalyse gefestigt oder aufgeweicht werden – je nachdem.

Warum sich die Verwaltung nun aber zu einer SPD-Grillfete just am Kanutenheim in Werste einladen lässt, sich dort fröhlich lächelnd “in einem Boot” ablichten lässt und dort auch noch aus dem Nähkästchen munter Dinge vorstellt – die auf Nachfrage nicht mit der Mehrvariantenanalyse deckungsgleich sind – entzieht sich meiner Kenntnis. Das ist sehr schlechter Stil. Gibt es einen Rat oder gibt es nur eine SPD, die Politik beim Grillen macht?

stellv. Fraktionsvorsitzender, Vorstandssprecher im Ortsverband, seit 2008 bei den Grünen in Bad Oeynhausen und seit 2009 Mitglied im Rat der Stadt.

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