Grüne diskutieren über energieeffiziente Heizung

Am 06.08.2020 lud der Ortsverband Bündnis 90 / Die Grünen Bad Oeynhausen zu einem Vortrag mit dem Thema „Wann lohnt es sich, in eine neue energieeffiziente Heizung zu investieren?“ in das Begegnungszentrum Druckerei ein. Frau Dipl.-Ing. Michaela Prelle von der Verbraucherzentrale NRW aus Minden startete mit der Frage, welches die größten Energieverbraucher in privaten Haushalten sind.

(v.L.):
Grünen Bürgermeisterkandidat Dr. Volker Brand, Norbert Heinrich (Moderator und Kandidat im Wahlkreis Volmerdingsen-West), Michaela Prelle (Verbraucherzentrale NRW Minden) und Ingrid Schley (Sprecherin der Grünen in Bad Oeynhausen und Kandidatin im Wahlkreis Wulferdingsen-Nord)


Das Publikum war überrascht von den Anteilen: Wärmeversorgung 74%, Warmwasser 13%, elektrischer Strom 13%. Zur Reduzierung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes ist bei der Wärmeversorgung, also bei der Heizung, anzusetzen. Wärmeenergie wird eingespart durch eine gute Wärmedämmung. Frau Prelle zeigte dabei die Priorität der Maßnahmen und deren Wirtschaftlichkeit auf: Isolierung von Dachböden bzw. Decke, Seitenwände, Fenster, Kellerdecke u.w. Neben der Energieeinsparung wird die Behaglichkeit in den Räumen erhöht.

Eine spontane und nicht repräsentative Umfrage im Publikum von Moderator Norbert Heinrich, Ortsverband der Grünen, welche Heizung in den eigenen Haushalten eingesetzt werden, ergab: Gasheizung (40%), Gasheizung-Brennwerttechnik (50%), Wärmepumpe Erdwärme (10%). Die Brennwerttechnik unter Ausnutzung der Kondensationswärme führt zu einer Erhöhung des Wirkungsgrades um bis zu 15% bzw. entsprechend weniger CO2-Ausstoß.

Der Schornsteinfeger überprüft bei der Heizung die Qualität der Verbrennung. Er gibt jedoch keine Auskunft, wie effektiv die Heizung ist. Das kann nur über Kontrolle des Verbrauchs mit Vergleichswerten anderer Heizungen stattfinden. Neben der Art der Heizung (Ölheizung, Gasheizung, Holz, Holzpellets, Wärmepumpe, Solarthermie) ist die CO2 Neutralität bzw. die Höhe des CO2 Ausstoßes zu beachten. Holzpellets, Solarthermie und Wärmepumpe (sofern mit alternativem Strom betrieben) sind CO2 neutral. Bei Betrieb einer Wärmepumpe ergibt 1 kWh Strom 3 – 4 kWh Wärme.

Neben der Wärmedämmung ist das Lüften für ein angenehmes Raumklima nicht außer Acht zu lassen. Jedes Lüften bedeutet jedoch, „Geld aus dem Fenster werfen“. Es ist daher ideal, verbrauchte warme Luft über einen Wärmetauscher die Wärme zu entziehen und dem Heizkreislauf wieder zuzuführen.

Die Verbraucherzentrale NRW mit dem Standort in Minden gibt gerne Unterstützung zu dem Thema Wärmedämmung und Heizung. Sie berät und vermittelt mögliche öffentliche Förderungen.

Norbert Heinrich – 07.08.2020

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