Die Weser soll versalzen werden

Amtliches Kreisblatt vom 05.08.2010Seit langem wurde immer wieder in den Medien über die Folgen der Salzeinleitung durch das Dax Unternehmen K+S Kali GmbH berichtet. Die Grundlage dafür sind Zugeständnisse aus Kaiserlicher Zeit, die im Krieg verlängert wurden. Dieser unhaltbare Zustand hat längst die Anrainerkommunen in als Klägergemeinschaft im Widerstand zusammengeführt.

Doch K+S bleibt stur und verweigert sich den längst überfälligen Lösungen, die die weitere Schädigung der Weser endlich beenden. Stattdessen soll dieser unerträgliche Zustand auch noch festgeschrieben werden. K+S Kali GmbH beantragt nun die „ordnungsgemäße Entsorgung“ der anfallenden Abwässer über eine Rohrleitung nach Philippstal zu führen und dort dauerhaft in die Werra zu leiten. Obwohl jeder längst weiß, welche Folgen die Einleitung der Salzfracht in die Weser hat, wird beschönigend lediglich festgehalten, Auswirkungen seien nicht auszuschließen.

Deshalb fordern die Grünen in Bad Oeynhausen alle betroffenen Bürger auf, die Antragsunterlagen einzusehen und Einwendugen geltend zu machen. Die Unterlagen sind im Rathaus 2 von 8.00 Uhr bis 12.30 Uhr und von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr einzusehen, donnerstags bis 17.30 Uhr. Rainer Müller-Held bittet die Bürger um Unterstützung unserer Verwaltung und des von ihr beauftragten Anwalts. „Es ist Pflicht jeden umweltbewussten Bürgers diesen Frevel zu verhindern.“.

Dr. Brand als Vorsitzender des Umweltausschusses sagt dazu: „Niemand darf seinen Müll noch in die Landschaft kippen und auch Kali und Salz hat seine Abwasser unschädlich zu entsorgen. Einleiten giftiger Fracht sollte in unserem Jahrhundert nicht einmal mehr angedacht werden. Dies als ordnungsgemäß,- weil verdünnt- zu betrachten, ist eine Verhöhnung der Schöpfung.“ Einmal mehr stellt sich die Frage, wer bestimmt in unserem Lande? Die Dax-Unternehmen oder die profitgierigen Großunternehmen mit der Drohung von Arbeitsplätzen.

Es ist unsere Weser, unser wichtigstes Naherholungsgebiet.

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