Bericht zur Qualität der Bildung an städtischen Schulen

Die Stadt Paderborn verabschiedete kürzlich einen Beschluss, die Bildungsarbeit an den Schulen ihrer Stadt nach bestimmten Kriterien zu analysieren. Ein solcher Bericht macht in der Tat Sinn. Zwar gibt es erfreulicherweise in den letzten 15 Jahren eine ganze Reihe von Bildungsstudien. PISA, TIMSS, IGLU etc. gewähren allerdings lediglich Aussagen im Hinblick auf das Schulsystem der Bundesrepublik bzw. der einzelnen Bundesländer, ein dezidierter Bezug zu den Schulen unserer Stadt ist nicht möglich.

Diesem Desiderat soll der geforderte Bildungsbericht Rechnung tragen. Mit relativ wenig Aufwand lassen sich Kategorien erheben, welche die Qualität unserer Schulen erkenntnisleitend analysieren. Welcher Zusammenhang besteht in Bad Oeynhausen zwischen dem Bildungsabschluss und der sozialen Herkunft? Wie durchlässig sind unsere Schulen? Gibt es Aufstiege innerhalb der Schulformen, oder nur den Weg nach unten? Wie hoch ist die Wiederholerquote an unseren Schulen?

Auch die Qualität des offenen Ganztags ließe sich per Fragebogen gewinnbringend ermitteln.

Wenn wir uns nicht nur mit allgemeinen Bewertungen unseres Schulsystems in NRW bzw. in Deutschland zufrieden geben wollen, sondern in Bad Oeynhausen vor Ort unsere Schulen nachhaltig verbessern wollen, dann sollten wir die Chance nicht vergeben, dezidierte Aussagen zu unseren Schulen zu erhalten. Die Qualität von Bildung – das wissen wir auch von den PISA–Studien – ist messbar.

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Fraktionsvorsitzender, Ausschussvorsitzender im Umweltausschuss

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