Bar jeder Vernunft / Grüne sind entsetzt über die Position der SPD zum Sielwehr

Da hat die SPD nun ihre Position zum Sielwehr pünktlich zum Wahlkampf kundgetan (WB berichtete). Ein bisschen sanieren, ein bisschen Wasserkraft und ein bisschen Fischtreppe. Im Klartext: Das Sielwehr bleibt nach der Maßgabe: Sanierung im Bestand. Nun darf nach dem Willen der SPD wieder geplant werden. Neue Varianten gilt es angeblich zu erstellen. Das Ganze wird mit einer unverhohlenen Kritik an der Verwaltung verbunden. Mögliche Varianten zum Sielwehr wären dem Umweltausschuss und dem Rat vorenthalten worden. Um dies zu dokumentieren fuhr eine Delegation der SPD an die Bocholter Aa und sieht hier ein mögliches Modell für das Sielwehr in Bad Oeynhausen. Ein „Millionengrab“ seien, so die SPD, die Pläne der Verwaltung.
Angesichts dieser Haltung der SPD zum Sielwehr reagieren die Oeynhauser Grünen mit blankem Entsetzen. „Nicht das Sielwehr wird auf dem Kopf gestellt“, so der Fraktionsvorsitzende Volker Brand, „sondern die Pläne der Verwaltung. Das geschieht bar jeder Vernunft und wider besseren Wissens.“

Rainer Müller – Held ergänzt: „Das Ganze ist ein Störfeuer, das zum Ziel hat, beim Sielwehr alles beim Alten zu belassen. Mit neuen Planungen will man bei der SPD ohne eine Entscheidung zum Sielwehr zu treffen über die Kommunalwahl kommen.“

Für Ratsmitglied Andreas Edler eine besonders ärgerliche Position. „Die Verwaltung hat jahrelang geplant. Der Ausschuss für Klima-, Umwelt- und Hochwasserschutz hat eine Modellvariante im Auge, die allen gerecht wird. Die Renaturierung der Werre würde entschieden verbessert, Wasserkraft könnte generiert werden, die Wassersportler haben Zufriedenheit signalisiert und die Finanzierung würde hauptsächlich über Fördermittel des Landes laufen.“

Ratsfrau Gesine Wiethüchter – Weigelt betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung eines renaturierten Gewässers für den Hochwasserschutz. „Eine verantwortungsvolle Politik gibt den Flüssen Raum.“

Für den Vorsitzenden des Ausschusses für Klima- Umwelt- und Hochwasserschutz Volker Brand steht fest: „Bad Oeynhausen ist dabei, eine Riesenchance zu verspielen, den Querbau Sielwehr im ökologischen Sinne zu renaturieren. Die Rede vom Millionengrab ist eine Frechheit. Bad Oeynhausen verspielt Millionen, wenn man die Pläne der Verwaltung ignoriert. Aber große Teile der SPD hatten von Anfang an nur ein Ziel: Das Sielwehr wird nicht angetastet. Das ist keine Politik mit Augenmaß. So verwaltet man den Stillstand.“

Dr. Volker Brand
Fraktionsvorsitzender

Fraktionsvorsitzender, Ausschussvorsitzender im Umweltausschuss

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